Geschichte


Kleine Chronik von Hochheim

(zusammengestellt von Pater Josef Ullrich SJ, Pfarrer von Hochheim 1978-1990, frei weitergeführt von Webmaster)

 

725

Beginn der Missionierung Thüringens durch Bonifatius.

742

Bonifatius errichtet das Bistum Erfurt das aber bald wieder aufgelöst wird.

779

Erste schriftliche Erwähnung des Ortes Hochheim als Königsgut.

1123

Die Leibeigenschaft wird in Hochheim aufgehoben (vgl. hierzu: in vielen europäischen Gebiet wurde die Leibeigenschaft erst zur Zeit der Bauerkriege aufgehoben, teilweise erst im 18. Jahrhundert; Anm. Webmaster).

1157

Die Befreiung vom Städtischen Zoll wird in einer Urkunde des Erzbischofs Arnold von Mainz bestätigt.

1256

Das Mainzer Vorwerk, das in Hochheim ist, wird in das Brühl verlegt.

1309

Der Thüringer Landgraf Friedrich I. schlägt in einer Fehde mit der Stadt Erfurt bei Hochheim sein Lager auf.

1332

Hochheim wird in der Falkenstein-Chronik erwähnt.

1385

Der Graf von Tonna wird vom Mainzer Erzbischof Johann mit dem Hause Gleichen und Hochheimer Gütern und der Hochheimer Halsgerichtsbarkeit belehnt.

1494

Die Weiderechte der Hochheimer im Steiger werden in einer Urkunde bestätigt.

1587

Die Jesuitenpatres Schilling, Zartberg und Mangold predigen in Hochheim.

1632/35

Hochheim gehört infolge der Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges zu Erfurt.

1633

In Hochheim wird ein protestantischer Gottesdienst durch den Prediger Wallenberg gehalten.

1634

Der Rat der Stadt Erfurt droht das Dorf Hochheim samt der Kirche niederzureißen, weil die Hochheimer katholisch bleiben wollten.

1635

Der kath. Gottesdienst wird wieder eingerichtet und der protestantische Prediger abberufen.

1650

Ein gründlicher Umbau der Kirche ist notwendig geworden.

1651

Auf den Turm wird ein neuer Helm aufgesetzt.

1656

Die Kirche wird von Weihbischof Barthold Niehus konsekriert.

1682/83

Die Pest wütet in unserer Gegend, an der in Erfurt 940 und auf dem Lande 806 Menschen starben. In dieser Zeit durfte kein Städter aufs Land und keiner vom Lande in die Stadt. Zu dieser Seuche kam in Hochheim eine Hungersnot. Die Bischlebener halfen und legten täglich an der Ortsgrenze Nahrungsmittel nieder.

1710

Hochheim wird von einem schweren Brandunglück heimgesucht; 24 Häuser, 9 Scheunen und 17 Ställe werden vernichtet. Dabei verbrennt auch das Dorfarchiv!

1724-31

Es findet ein Erweiterungsbau der Kirche statt. Sie wird nach dem Turm hin verlängert und ein neuer Turm wird gebaut.

1731

Am 10.6. wird die neue Kirche durch Weihbischof Christoph Ignatz von Gudenus feierlich konsekriert.

1737

Hochheim wird selbständige Pfarrei.

1750

Das ganze Sommer- und Winterfeld verhagelt.

1752

Die Gera tritt über die Ufer und überschwemmt die Bachstraße.

1752

Der schon wieder baufällig gewordene Kirchturm wird abgetragen und mit dem Bau eines neuen Kirchturmes begonnen der 1756 beendet wird.

1756-63

Während des 7-jährigen Krieges sind oft Einquartierungen, so dass Hochheim verschuldet ist und von 1758-61 (wie früher hin und wieder auch schon) die Braurechte verpachtet

1760

Das Marienbild der Hochheimer Kapelle wird aus Willroda - dorthin war es aus Bechstedtwagd gekommen - nach Hochheim überführt.

1763

Es wird ein Küsterhaus gebaut, das bis 1891 als Schule dient

1767

Weil die Hochheimer Flur am 27.5. völlig verhagelte, wird das Hagelamt eingeführt

1774

Die Marienkapelle wird gebaut

1777

Der Erzbischof von Mainz kommt zum letzten Mal als geistlicher und weltlicher Herr nach Hochheim!

1787

Die Kirche wird durch den Maler Lambert Stöhr ausgemalt.

1787-88

Das Gasthaus "Grünes Tal" wird gebaut.

1802

Hochheim kommt zu Preußen und hörte damit auf, Mainzer Küchendorf zu sein.

1843

Das Brauhaus wird abgerissen und die Braupfanne an einen Kupferschmied verkauft.

1847

Die Eisenbahn durchfährt zum ersten Mal die Hochheimer Flur.

1848-52

Die Straße, die von Erfurt nach Hochheim führt (Cyriakstraße, Winzerstraße, Wagdstraße) wird als befestigte Straße angelegt.

1883

Die evangelische Kirche wird gebaut.

1897

Eine Postagentur wird eröffnet. Seit 1905 befindet sich das Postamt in der Poststraße (selbiges Postamt wurde 1995 geschlossen, ein Hochheimer Handelshaus übernahm danach die Aufgaben einer Postagentur; Anm. Webmaster).

1898

Das neue Pfarramt wird gebaut.

1908

Der Friedhof auf dem Berg wird eingeweiht.

1909

Das Schwesternhaus wird seiner Bestimmung übergeben.

1912/13

Ein neues Küsterhaus wird gebaut.

1929

Die Kirche wird gründlich renoviert.

1937

Der Ort Hochheim wird der Stadt Erfurt eingemeindet.

1945

Die Hochheimer Pfarrei wird von Jesuiten übernommen.

1949

Der Korpus des Wegkreuzes "Am Hochheimer Platz" wird gestohlen und in Bischleben auf dem Müllhaufen wieder gefunden.

1954

Drei neue Glocken werden angeschafft, nachdem die alten Glocken im Kriege eingeschmolzen wurden.

1958

Der Kindergarten wird erweitert.

1958

Im Pfarrhaus wird das Noviziat und Studienhaus der Jesuiten untergebracht.

1970-71

Das Innere der Kirche wird völlig umgestaltet und am 12.6.1971 wird der Altar durch Bischof Hugo Aufderbeck konsekriert.

1977

Die "Grauen Schwestern" verlassen Hochheim altersbedingt.

1981

Die Gemeinde feiert am 14.6. das 250. Kirchweihjubiläum.

1982

verlor die von 1945-1982 eigenständige Vikarie Neudietendorf ihre Selbstständigkeit und wurde von diesem Zeitpunkt an wieder ganz von Hochheim betreut.

1991

Der Kindergarten wird umgebaut, die alte Kohleheizung wird gegen eine moderne Erdgasheizung ausgetauscht, der dadurch freigewordene Heizraum wird zur Küche für den Kindergarten umgebaut.

1997

Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen werden die Kindergartenräume als zu klein eingestuft. Durch einen erneuten An- und Umbau erhält der Kindergarten einen großen Mehrzweckraum, der die neu aufgeteilten Gruppenräume, die Küche und die Waschräume miteinander verbindet.

1997

Der Bischof Dr. Joachim Wanke nimmt an einer gemeinsamen Sitzung des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstandes teil und erteilt dem Kindergarten seinen bischöflichen Segen.

2001

Das seit 1945 bestehende Ordenshaus der Jesuiten wird aufgelöst und die Pfarrei wird wieder von einem Diözesanpfarrer, Herrn Gert Schellhorn, übernommen.

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Aus der Geschichte unserer Gemeinde

(mit freundlicher Genehmigung, frei nach dem Festvortrag von Herrn Dr. theol. Walter Kaliner, Erfurt-Hochheim, anlässlich des 250-jährigen Kirchweihjubiläums der St. Bonifatius-Kirche zu Erfurt-Hochheim, von ihm daselbst gehalten am 14. Juni 1981)

 

Übersicht:

Sowohl die Gemeinde wie auch die Bausubstanz dieser Kirche reichen weit in die Geschichte zurück, und die heutige Gestalt der Gemeinde Hochheim und ihres Gotteshauses sind ohne diese Vorgeschichte nicht zu erklären.
Pater Josef Ulrich stellte in dankenswerter Weise aus gedruckten und ungedruckten Unterlagen die Fakten zur Geschichte Hochheims zusammen. Das veranlasste Herrn Dr. Kaliner zu genaueren Nachforschungen der verschiedensten Quellen.
Aufgrund dieser Nachforschungen kann man mit Fug und Recht behaupten, dass die christliche Gemeinde Hochheim und ihre Kirche eine Gründung des hl. Bonifatius und seiner Gefährten ist!

Leider gibt es keine Gründungsurkunde für Hochheim. Es ist viel zu alt und nicht ganz so berühmt wie Rom, aber, wie bei einem Puzzlespiel ergeben die verschiedensten Fakten und Nachrichten aus der Geschichte - passend zusammengesetzt - das Bild, das in Erfurts Rathaus den hl. Bonifatius darstellt, wie er bei Hochheim ein heidnisches Heiligtum zerstört und an dieser Stelle ein christliches Gotteshaus errichtet.

Ausgrabungen im Erfurter Steigerwald und im Erfurter Dreienbrunnengebiet, bezeugen das Vorhandensein einer vorchristlichen Siedlung im Gebiet unserer heutigen Ortschaft. Sie deuten auf ein Heiligtum der Thorsöhne (wie eine volkstümliche Ableitung das Wort Thüringen erklärt) hin, die besonders gern in der Nähe von Quellen ihre Heiligtümer errichteten.

 Bonifatius kam im Auftrag des Papstes (Gregor III./Zacharias) und des Hausmeiers des fränkischen Reiches Karl Martell nach Thüringen, um dem bisherigen Missionsland ein christliches Gefüge zu geben. Während in den fränkisch besetzten Städten schon christliche Missionare wirkten, herrschte auf dem Land noch Heidentum.
Bonifatius berichtet in einem Brief, dass 33 von ihm gegründete Kirchen von den Heiden niedergebrannt worden wären. Diese Zahl deutet an, wie viele Kirchen durch Bonifatius in Thüringen errichtet worden sein mögen.
Das sind jedoch keine eigenhändigen Gründungen. Wie die Quellen berichten, hatte er aus Britannien zahlreiche Gehilfen, die in Gauen und Dörfern das Wort Gottes verkündigten und Gotteshäuser errichteten.
Das Gefolge Bonifatius war so groß, dass man ihn nicht nach Erfurt hineinließ. Bonifatius musste in Sülzenbrücken lagern und durfte nur mit wenigen Leuten in die Garnisonsstadt Erfurt.
Während Bonifatius mit dem Bau der Marienkirche in Erfurt beschäftigt war und die Gründung des Bistums Erfurt plante, werden seine Missionare das Werk der Christianisierung in der Umgebung vorangetrieben haben. Die Nähe von Sülzenbrücken unterstützt diese Vermutung.

 Das neu errichtete Bistum Erfurt musste finanziell abgesichert werden. Dieser Sicherung diente die Einrichtung der Küchendörfer, die auf Bonifatius zurückgeht.
Eine solche Einrichtung war nur kurz nach der Eroberung durch die Franken und im Zusammenhang mit der Christianisierung und der Errichtung kirchlicher Strukturen möglich. Spätere Schenkungen in diesem Umfang wären in den Regesten (lateinisch regesta, "Verzeichnis", zeitlich geordnete Urkundenauszüge mit knappen Angaben über Aussteller, Ort, Datum und Inhalt) verzeichnet worden!
Die Küchendörfer sind auch nur mit der Errichtung des Bistums Erfurt zu erklären. Als Bonifatius Erzbischof von Mainz wurde, übernahm er mit der Stadt Erfurt auch das vor den Toren Erfurts gelegene Hochheim als Küchendorf in den Mainzer Kirchenverband.

 "Unter dem Krummstab ist gut leben!", so sagten die Menschen des Mittelalters. Das galt auch für die Bewohner des Mainzer Küchendorfes Hochheim. Bereits 1123 hob der Erzbischof für die Küchendörfer die Leibeigenschaft auf.
Aus dem Jahre 1157 finden wir eine Urkunde, die das alte Vorrecht der Erfurter Küchendörfer bestätigt, innerhalb der Mauern der Stadt Erfurt frei einkaufen und verkaufen zu können.
Für unsere Kirche aber ist eine andere Urkunde wichtig! Sie besagt, dass der erzbischöfliche Wirtschaftshof im Jahre 1256 - wegen seiner in Kriegen gefährdeten Lage - von Hochheim in den Brühl gelegt werden solle.
Man kann vermuten, dass auf diesem Wirtschaftshof auch eine Kapelle für den Sonntagsgottesdienst war. Das Sonntagsgebot war seit Karl dem Großen (König der Franken 768–814, Kaiser seit 800, * 2. 4. 747, † 28. 1. 814 in Aachen) zum Reichsgebot erhoben und seine Verletzung unter Strafe gestellt worden.
Die Tradition berichtet, dass die ältesten Bauteile unserer Kirche auf dem Gelände dieses Wirtschaftshofes liegen und noch aus dieser Zeit stammen.

Die seelsorgliche Betreuung lag in den Händen der Stiftsgeistlichen des Erfurter Domes (Marienstift) oder Severi's, wie Akten des Domarchivs aus späterer Zeit ausweisen.
Der Wohlstand in den Küchendörfern war so groß, dass Erlasse gegen Schlemmerei und übertriebenen Kleiderluxus für Ordnung sorgen sollten. Weil sie zufrieden waren mit ihrer Lage, beteiligten sich die Hochheimer Bauern nicht an der Zerstörung kirchlicher Einrichtungen während des Bauernkrieges.

Durch die rechtliche Bindung an den Erzbischof von Mainz konnte Hochheim und seine Bevölkerung in der Reformationszeit bei der kath. Kirche bleiben.

 In das Jahr 1587 fällt ein besonders wichtiges Ereignis für unsere Gemeinde. Weihbischof Elgard schickte damals die ersten Jesuiten nach Erfurt und in die umliegenden Dörfer, um mit dem Eifer dieser Missionare das katholische Glaubensleben zu vertiefen.
So waren P. Schilling, P. Zartberg und P. Mangold die Vorläufer für unsere jetzige Jesuitenpfarrei. Ihre Predigten und Katechesen halfen den Katholiken Hochheims, die kommenden Bewährungsproben zu bestehen.
Als im Laufe des 30-jährigen Krieges der Schwedenkönig Gustav Adolf unsere Gegend eingenommen hatte, wurden die Mainzer Beamten verjagt. Der katholische Gottesdienst in Hochheim wurde verboten. Der Domvikar Schoderus, der den kath. Gottesdienst halten wollte, wurde von 3 Musketieren vertrieben und Magister Wallenberg hielt die erste lutherische Predigt.
Alle Proteste der Hochheimer blieben erfolglos. Der Stadtrat Erfurts drohte sogar mit der Zerstörung der Kirche und des Ortes Hochheim. Das geschah alles im Jahre 1633/34. Erst durch die Beschlüsse des Prager Friedens im Jahre 1635 kam Hochheim wieder unter die Herrschaft Mainz. Der lutherische Prediger wurde entlassen und von Erfurter Geistlichen, die speziell für Hochheim ordiniert wurden, wurde der katholische Gottesdienst wieder eingerichtet.
Die Hochheimer Kirche war im Laufe der Zeit sehr defekt geworden. Im Jahre 1651 musste ein neuer Turmhelm aufgesetzt werden. Anschließend wurde die ganze Kirche restauriert und im Jahre 1656 durch Weihbischof Niehus aus Erfurt neu eingeweiht.

 70 Jahre nach diesem Ereignis war die Kirche zu klein für die wachsende Hochheimer Gemeinde. 366 Einwohner, die Hochheim damals zählte, brauchten einen größeren Raum.
Deshalb wurde das alte Kirchengebäude nach der Turmseite verlängert. Die an der Nord- und Südseite befindlichen Türen wurden zugemauert und dafür das Portal an der Westseite geschaffen.
Der Innenraum wurde vorerst einfach getüncht. Den Hochaltar gestalteten zwei Gemälde: die Kreuzigung Christi und die Krönung Marien's. Rechts und links befanden sich zwei Statuen; die des hl. Bonifatius und des hl. Liborius. Der Altarschrein enthält auch heute noch die Reliquien der hl. Adolar, Eoban und anderer Gefährten des hl. Bonifatius.
Die Kirche hatte noch zwei Seitenaltäre. Zwei Orgelemporen bis in die Mitte der Kirche sollten den Raumbedarf auffangen.
Am Dreifaltigkeitssonntag (damals war es der 10. Juni 1731) wurde die Kirche durch den Erfurter Weihbischof Christoph Ignaz von Gudenus feierlich eingeweiht.
Für die Hochheimer hörte der Kirchbau aber noch nicht auf. Der Turm war schlecht fundiert und drohte einzustürzen. Im Jahre 1752 musste er abgerissen werden und man brauchte 4 Jahre, um ihn wieder fertig zu stellen.
Inzwischen war Hochheim im Jahre 1737 als Pfarrei errichtet worden. Der erste Pfarrer der selbständigen Pfarrei Hochheim hieß Johann Heinrich Francke.

 Auch unsere Marienkapelle stammt aus dieser Zeit. Die Chronik berichtet, dass der Willrodaer Förster Johann Heinrich Meintz in der Kirche zu Bechstedtwagd (ein Dorf südlich von Erfurt das ebenso alt ist wie Hochheim) ein Marienbild fand, um dessen Überlassung er bei der Gemeinde einkam. Man "willfahrte" ihm und Meintz stellte das Bild in einer kleinen Kapelle im Willrodaer Forsthaus auf (das Willrodaer Forsthaus ist ein bis heute erhaltener burgähnlicher Gebäudekomplex inmitten eines Waldes, mit Wassergraben und Umfriedungsmauer, in welcher die vom "Verein zur Erhaltung des Willrodaer Forsthauses e.V." liebevoll restaurierte Kapelle integriert ist; Anm. Webmaster). Als Meintz nach Hochheim kam, überführte man das Marienbild dorthin am 18. Februar 1760.
Zuerst stand das Marienbild, das wahrscheinlich aus der Zeit um 1500 stammt und einer Nürnberger Werkstatt zugeschrieben wird, in einer Mauernische. Da dieses Bildnis aber immer mehr Verehrer fand, baute man 1774 eine Kapelle.
Das Hochheimer Marienkapellchen war bald ein beliebter Betplatz, der zwar nicht als öffentlicher Wallfahrtsort anerkannt war, aber dennoch so besucht wurde, dass 1821 das geistliche Gericht zu Erfurt die Kapelle während des sonntäglichen Gottesdienstes schließen ließ um diesen nicht zu beeinträchtigen.
1873 wurde die Kapelle restauriert und 1878 von dem Erfurter Maler Nikolaus Stöhr unentgeltlich ausgemalt.

 Als im Jahre 1802 die Mainzer Herrschaft für Erfurt und seine Küchendörfer zu Ende ging, kam das Dekanat politisch zu Preußen. Auch die kirchliche Bindung an Mainz ging verloren.
Bis 1821 betreute der Bischof von Corvei Erfurt und die ehemalige Küchendörfer (Corvei, Korvey, 822 gegründete Benediktinerabtei an der Weser bei Höxter, Tochterkloster von Corbie an der Somme, gegründet 662; im Mittelalter ein Mittelpunkt christlichen kulturellen Lebens; Anm. Webmaster). Danach kamen wir an das Bistum Paderborn und erst 1929/30 an das Bistum Fulda (seit 1994 ist Erfurt eigenständiges Bistum und Hochheim gehört zum Stadt-Dekanat Erfurt im Bistum Erfurt; Anm. Webmaster).

Die Wirren der napoleonischen Zeit und der Befreiungskriege brachten Hochheim viel Not und Elend.

Aber die Hochheimer Gemeinde erholte sich schnell wieder und wuchs von Jahr zu Jahr. Kirchlich gesehen begann in dieser Zeit für Hochheim die Diaspora-Situation.

 Langsam, aber stetig wuchs im katholischen Küchendorf eine evangelische Gemeinde heran. Dankbar können wir feststellen: die Chronik weiß nur Gutes zum Zusammenleben der Christen beider Konfessionen zu berichten. Die Kinder gingen lange Zeit gemeinsam in die katholische Schule und lediglich der Religionsunterricht war getrennt.

Es wird z.B. berichtet, dass evangelische Christen mit reichen Spenden bei der Anschaffung der Orgel für unsere Kirche im Jahre 1850 mithalfen.

Auch heute noch besteht dieses gute Verhältnis zwischen beiden Gemeinden. Als unsere Kirche 1970/71 renoviert wurde, gewährte uns die evangelische Gemeinde vorbehaltlos Gastrecht. Ein paar Jahre später, als die evangelische Kirche umgebaut wurde, konnte sich die katholische Gemeinde dafür dankbar revanchieren.

 Über die ältesten Hochheimer Schulverhältnisse liegen keinerlei Nachrichten vor. Jedenfalls waren die Umstände hier ebenso wie anderenorts. Urkundlich festgehalten wurde als erster Lehrer im Jahre 1673 Nikolaus Bodenschatz. Seit 1763 fand der Unterricht im Küsterhaus statt. 10 Jahre später wurde ein eigenes Schulhaus im westlichen Teil des Ortes errichtet.

Als 1911 die Schule im Braunkärschweg fertig gestellt war, konnten die evangelischen Kinder in der alten Schule ihren eigenen Unterricht haben, bis auch sie eine eigene Schule bekamen. Allerdings wird berichtet, dass die Hochheimer manchmal etwas knauserig ihrem Lehrer gegenüber waren. Vom Lehrer Mathly wird berichtet, dass er beim Geistlichen Gericht vorstellig wurde wegen mangelhafter Lieferung der ihm zustehenden Naturalien.

Das 20. Jahrhundert begann gut für die katholische Gemeinde in Hochheim!
Pfarrer Christiani schaffte es, das neue Pfarrhaus zu bauen (das alte Pfarrhaus von 1740/41 wurde 1899 durch das heutige Pfarrhaus ersetzt) und im Jahre 1909 konnte das neue Schwesternhaus eingeweiht werden, in das die "Grauen Schwestern" einzogen.
Der Segen, der von den selbstlosen Bewohnern dieses Hauses ausging ist nicht in Worte zu fassen! Die Alten und Kranken wandten sich vertrauensvoll an die Schwestern, die Sterbenden fühlten sich geborgen, wenn die Schwester bei ihnen war; die jungen Mütter kamen schnell mal mit den Wehwehchen ihrer Kinder - und - die Schwestern halfen!
Ja, wer wusste nicht seine Kinder in jeder Hinsicht gut bereut bei ihnen!? Stellvertretend für alle hier tätig gewesenen Schwestern sei Schwester Limana genannt, die ihr ganzes Leben in diesen selbstlosen Dienst gestellt hat.
Ob katholisch oder evangelisch, ob Christ oder nicht, für alle war und ist der altersbedingte Weggang der Schwestern ein Verlust!

 In den schweren Zeiten des 2. Weltkrieges war Pfarrer Reymann ein umsichtiger Leiter unserer Gemeinde. Bereitwillig nahm er die aus den Ostgebieten hereinflutenden Menschen in Hochheim auf und belegte allen freien Raum.

Pater Graf war der erste Jesuit der zu uns kam, bald folgten noch andere, die in dem großen Pfarrhaus Unterkunft fanden.
Als Pfarrer Reymann 1945 starb, wurde Pater Graf Pfarrverweser und 1947 Pater Jäger Pfarrer unserer Pfarrgemeinde. Sehr hilfreich für Pater Jäger war der selbstlose Einsatz unseres langjährigen Organisten Josef Klein (1975 verstorben) und seiner verehrten Gattin Maria Klein (Frau Klein führte bis 1991 den Pfarrhaushalt und lebt jetzt hochbetagt im Charitas-Seniorenheim in der Herderstraße; Anm. Webmaster)

Mit Genehmigung des Erfurter Dompropstes Dr. Joseph Freusberg, wurde in Hochheim eine Ordensniederlassung der Jesuiten errichtet. Pater Ulrichs Chronik berichtet von einem regen Gottesdienstbesuch.

Aufregung und Empörung entstand in der Gemeinde, als am Karfreitag 1949 der Korpus vom Wegkreuz am Hochheimer Platz gestohlen wurde. Erst nach langem Suchen wurde er auf einem Müllplatz des Nachbarortes Bischleben gefunden. Aber bereits am 8. Mai desselben Jahres wurde der Korpus durch Dompropst Dr. Freusberg feierlich geweiht und nach feierlicher Prozession wieder am alten Platz aufgestellt!

Mit großer Freude erlebten die Hochheimer die Bischofsweihe von Propst Dr. Freusberg im Jahre 1953, und als er noch im gleichen Jahr zur Firmung nach Hochheim kam, empfingen ihn geschmückte Motorräder an der Ortsgrenze Hochheims und geleiteten ihn zur Kirche!

Am Osterfest des Jahres 1955 läuteten in Hochheim wieder die Glocken. Im Krieg waren die alten Glocken beschlagnahmt und eingeschmolzen worden.

Am 27. April 1955 wurde Pater Stanislaus Nauke als Pfarrer von Hochheim eingeführt. Der Gemeinde ist er noch lebendig in Erinnerung. Viele Ältere erlebten ihn noch als singenden Pater im Talar mit Klampfe und Sammelbüchse an der Flora. Seine Büchse war sicher immer randvoll!

Im Jahr 1955 kamen zu der Pfarrei Hochheim noch die Außenstationen Frienstädt und Gamstädt. Fräulein Baer half als bewährte Kraft in der Seelsorge und ist uns allen noch in guter Erinnerung.
In den 4 Jahren ihrer Abwesenheit halfen Fräulein Beike und Fräulein Steinberg.

Im Jahre 1964 übernahm Pater Josef Müldner als Pfarrer die Pfarrei Hochheim. Die Jahre seines Wirkens fallen in die Zeit des II. Vatikanischen Konzils - ein gesamtkirchliches Ereignis -, das in seinen Auswirkungen bis in die kleinste Pfarrei drang!
Mit Gespür und Eifer hat Pater Müldner die Anregungen und Reformen der Konzils auch in Hochheim lebendig werden lassen. Die neue Liturgie, das neue Gesangbuch, die Zusammenarbeit mit dem Pfarrgemeinderat und dem Kirchenvorstand - das alles war ihm Anliegen seines priesterlichen Dienstes. Hinzu kam die schwierige Aufgabe der Renovierung der Kirche. Es war nicht leicht für den Pfarrer und für die Hochheimer, und manch einem älteren Gemeindemitglied blutet heute noch das Herz, wenn er an die alte Kirche und an das ehemalige kirchliche Leben denkt.
Pater Müldner verstand es, die Wogen der Aufregung zu glätten, auszugleichen, neue Entwürfe verständlich zu machen. Mit Hilfe von Domarchitekt Erwin Gramse und nach den Entwürfen seines Mitarbeiters Hans Forner ging man 1970 an die Arbeit.
1300 freiwillige Aufbaustunden leistete die Gemeinde. Die evangelische Gemeinde gewährte uns ein Jahr lang Gastrecht in ihrer Kirche - dafür sei ihr noch einmal recht herzlich gedankt!
Die Renovierung erwies sich schon bald als Rettung für die Kirche, denn immer mehr Bauschäden wurden sichtbar!
Am 12. Juni 1971 konnte Bischof Hugo Aufderbeck die Altarweihe vornehmen.

Zur Ausstattung der Kirche konnte folgendes in Erfahrung gebracht werden:
- das Kreuz im Altarraum ist das Missionskreuz, das vor der Kirche stand
- die Marienfigur ist eine Übereignung aus der St. Lorenz-Gemeinde
- die Anna-Selbdritt-Figur stammt aus der eigenen Gemeinde
- den Kreuzweg gestaltete Herr Werner Schubert aus Friedrichroda/Thüringen aus alten Dombalken
- der Sakristeianbau konnte im Jahre 1974 fertig gestellt werden

Auch Pater Müldner hatte viele Helfer in der Seelsorge: Fräulein Baer und nach ihrer Pensionierung Fräulein Meinhardt.
Kantor war viele Jahre Herr Josef Klein; nach ihm übernahm Frau Christa-Maria Kümpel bis 2003 diese Aufgabe.
1977 gaben die "Grauen Schwestern" ihre Niederlassung in Hochheim auf (den Kindergarten betreuen jetzt Erzieherinnen, die in der Gemeinde angestellt sind und über den Caritasverband Thüringen e.V. betreut und verwaltet werden; Anm. Webmaster).
All diese großen Aufgaben forderten von Pater Müldner die letzte Kraft. Durch einen Schlaganfall wurde er 1978 mitten aus der Gemeindearbeit gerissen.

Pater Josef Ullrich übernahm sofort die Vertretung und ging mit jugendlichen Elan an die Arbeit. Im September 1978 wurde er als unser Pfarrer eingeführt.
Das Planen und Bauen ging auch bei Pater Ullrich weiter:
- Umbau des Küsterhauses
- Einbau einer modernen Gasheizung im Josefs- und Pfarrhaus
- Renovierung der Kapelle
- Renovierungen des Waschhauses am Küsterhaus und Einbau von Toiletten
- Restaurierung des Turmaufgangs
Seit März 1980 konnten die Glocken elektrisch geläutet werden, manuell geschaltet oder automatisch gesteuert von einer Funkuhr in der Sakristei.

Eine der größten Unternehmungen seiner Amtszeit war der Einbau einer neuen Orgel. Sie ersetzte die Elektronische Orgel die seit den Umbau der Kirche benutzt wurde und wurde am 27. April 1986 eingeweiht.

Als sich 1988/89, in der Vorwendezeit, die politischen Verhältnisse immer mehr zuspitzten und von der kommunistischen Regierung der DDR gerade kirchlichen Institutionen immer wieder politischen Stolpersteine in den Weg gelegt wurden, verstand es Pater Ullrich, gemeinsam mit seinem evangelischen Amtsbruder Karl Metzner, diese, zum Wohl unserer Gemeinde und unseres Ortes, zu umgehen! Alle, die diese Zeit bewusst miterlebt haben, wissen, wie sensibel diese zerfallende Regierung auf all das reagierte und das verfolgte, was ihr nicht genehm war!
Aus diesem Grund war es Pater Ullrich eine besondere Freude, als er am 3. Oktober 1989 im Kirchhof einen Magnolienbaum symbolhaft als "Baum der deutschen Einheit" pflanzte!

Im April 1991 wurde Pater Ullrich nach Köln versetzt und war dort Sozius des Provinzials der Norddeutschen Provinz der Jesuiten. Seit dem Jahre 2001 ist er als Krankenhausseelsorger in Dresden tätig.

Pater Heinz Brokof übernahm daraufhin unsere Gemeinde. Zu seiner Einführung, zum Osterfest 1991, kamen viele Mitglieder der Gemeinde in Gießen, in der Pater Brokof vordem lange Jahre als Pfarrer tätig war. Voller Elan widmete sich Pater Brokof den Aufgaben in unserer Gemeinde, wurde aber schon bald von seiner instabilen Gesundheit an der Verwirklichung größerer Aufgaben gehindert. Auch unter Pater Brokof ging das Bauen in unserer Gemeinde weiter:
- Umbau des Kindergarten und Modernisierung der Heizung
- Erneuerung des Pfarrhausdaches
- Einbau einer modernen Gasheizung in das Küsterhaus und Renovierung der Außentoiletten.

Am 1. Advent 1996 wurde in einem festlichen Gottesdienst Pater Ansgar Pohlmann in unserer Gemeinde als Pfarrer eingeführt und Pater Heinz Brokof verabschiedet. Pater Brokof ist nach wie vor dem Ordenshaus Hochheim zugehörig, ist aber jetzt als Krankenhausseelsorger in der Universitätsklinik Jena tätig.

Auch Pater Pohlmann wurde sofort mit Amtsantritt mit dem Hochheimer Baugeschehen konfrontiert. Unter seiner Leitung musste 1997 der Kindergarten erneut umgebaut werden, da sonst die Betriebserlaubnis des Kindergartens entzogen worden wäre.

Mit dem Amtsantritt Pater Pohlmanns am 1.12.96 bekam unsere Pfarrei noch eine weitere Filiale hinzu: Alach.
Alach gehörte zwar kirchenrechtlich schon seit 1965 zur Pfarrei Hochheim, wurde aber bisher von dem Pfarrer von St. Martini in Erfurt betreut. Durch den Weggang des Martini-Pfarrers war Alach vakant, so dass die Betreuung Alachs nun wieder von Hochheim erfolgt.

Gleichzeitig mit der Ernennung Pater Pohlmanns zum Pfarrer von Hochheim wurden für die Pfarrei 2 Vikare ernannt: Professor Dr. Konrad Hartelt, Bischleben, für die Betreuung der Filialgemeinde Bischleben/Stedten und Professor Dr. Josef Pilvousek, Hochheim, für die Betreuung der Filialgemeinde Neudietendorf.

Beide Professoren betreuen die Filialgemeinden ehrenamtlich schon viele Jahre, die Ernennung zu Vikaren durch unserem Bischof schuf lediglich die kirchenrechtliche Legitimierung der ehrenamtlichen Tätigkeit.
Hauptamtlich ist Dr. Konrad Hartelt Professor für Kirchenrecht und Dr. Josef Pilvousek Professor für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Erfurt (ehemals Philosophisch-Theologisches Studium zu Erfurt).

Auf dem seit längerer Zeit brach liegenden Grundstück zwischen dem Lösern, der Löserntreppe und der Wagdstraße wurde im Mai 2001 ein dem Zeitgeist entsprechendes ökumenisches Wegkreuz errichtet, das der scheidende Pater Ansgar Pohlmann und sein evangelischer Amtsbruder, Pastor Ernst-Michael Gohles, am 29. Juli 2001 einweihte.

Im Juli 2001 wurde wegen Überalterung und fehlendem Nachwuchs leider das Ordenshaus der Jesuiten in Hochheim geschlossen und die Pfarrstelle St, Bonifatius wieder von der Diözese besetzt.
Pater Ansgar Pohlmann trat zum 31.7.2001 aus dem Jesuitenorden aus und wurde als Diözesanpriester von Bischof Wanke mit Wirkung vom 1. August 2001 zum Pfarrer von Weißenborn-Lüderode (Eichsfeld/Thüringen) ernannt wo er bis Juli 2005 tätig war (im Aug. 2005 wurde er zum Studendenpfarrer in Jena berufen).

Gleichzeitig ernannte Bischof Wanke Herrn Gert Schellhorn zum Pfarrer der Gemeinde Hochheim, einschließlich der Filialgemeinden.

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Die ehemaligen Pfarrer 

1310-1312

Dietrich von Nordhausen

1395

Johann Rietfogel

1517

Gregor Corner

1542-1548

Nikolaus Hirsch

1634, 1646

Johannes Heun

1687

Sebastian Goldt

1689

Heinrich Georg Streit

1690-1700

Johann Heinrich Benhals

1700-1702

Jodocus Hartung

1702-1709

Martin Götze

1709-1722

Adam Schwabenhausen

1722-1728

Johann Christian Wendt

1728-1737

Ferdinand Eckold

1737-1742

Johann Heinrich Franke

1742-1748

Peter Vogt

1748-1752

Jakob Gudenus

1752-1759

Jakob Bernhard Gebhard

1759-1773

Josef Markus Adam Arand

1773-1778

Andreas Streicher

1789-1795

Heinrich Heidenblut

1795-1813

Wilhelm Edler

1813-1824

P. Damian Keßler

1824-1825

Wilhelm Ebel, Pfarrverweser

1826-1830

Johannes Kühn

1830-1839

Wilhelm Ebel

1839-1844

Andreas Drieselmann

1844-1893

Ludwig Meusel

1893-1908

Karl Christiani

1908-1945

Georg Reymann

1945-1947

P. Heinrich Graf SJ

1947-1955

P. Hermann Jäger SJ

1955-1963

P. Stanislaus Nauke SJ

1964-1978

P. Josef Müldner SJ

1978-1991

P. Josef Ullrich SJ

1991-1996

P. Heinz Brokof SJ

1996-2001

P. Ansgar Pohlmann SJ

1996-dito

Vikar für die Filialgemeinde Neudietendorf::
Professor Dr. Josef Pilvousek

1996-dito

Vikar für die Filialgemeinde Bischleben/Stedten:
Professor Dr. Konrad Hartelt

2001-dito

Gert Schellhorn

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Ordenshäuser

1124 - 1479 Benediktinerinnen, auf dem Cyriaksberg

 
1903 - 1977 Graue Schwestern
    Hausoberinnen:
    1903 - 1946 Sr. Limana Kaufhold
    1946 - 1977 Sr. Gemma 

 
1946 - Jesuiten
    Hausobere:
    1946 - 1954 P. Bruno Spors
    1954 - 1958 P. Wolfgang Kurtz
    1958 - 1963 P. Franz Baron
    1963 - 1964 P. Bruno Borucki
    1964 - 1969 P. Herbert Gorski
    1969 - 1970 P. Anton Zug
    1970 - 1976 P. Erhard Retzek
    1976 - 1980 P. Josef Ullrich
    1980 - 1986 P. William Strieder
    1986 - 1995 P. Thomas Gertler
    1995 - 2001 P. Konrad Pohlmann
   

Juli 2001

Schließung des Ordenshauses

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Seelsorgehelferinnen 

1949 - 1953 Ursula Schmidt
1954 - 1955 Ursula Kühn, geb. Schmidt
1955 - 1956 Marta Baer
1956 - 1957 Rosemarie Steinberg
1957 - 1959 Ursula Beike
1960 - 1963 Sr. Luzia Kuschel
1959 - 1974 Marta Baer
1974 - 1978 Christa Meinhardt
1978 - 1988 Irene Hahn
   

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