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Der Altarreliefsockel und der Ambo wurden aus Sandstein gefertigt und von Werner Schubert, Friedrichroda/Thüringen, künstlerisch gestaltet. Ebenfalls von Werner Schubert stammt der Kreuzweg der vom Künstler aus Balken des ehemaligen Domdachstuhls geschnitzt wurde. Durch die hervorragende künstlerische Gestaltung einer jeden einzelnen Kreuzwegstation unter Einbeziehung und Nutzung der natürlichen Holzmaserung entsteht bei dem gläubigen Betrachter ein tiefes Verstehen für den Leidensweg Jesu.

holzschnitt

Das Bild zeigt die I. Station des Kreuzweges "Jesus wird zum Tode verurteilt". Rechts ist Pilatus zu sehen, dessen weit aufgerissener Mund und die starrenden Augen das Böse aber auch eine große Unsicherheit ausdrücken. Durch die Größe seines Gesichtes wird gleichzeitig seine weltliche Macht zum Ausdruck gebracht. Links daneben ist das ruhige ausgeglichene Antlitz Jesu zu sehen. In der heiligen Schrift ist dazu zu lesen: "Doch er gab ihm keine Antwort mehr".

Unsere Kirche hat im rechten Block 8, im linken Block 9 unter der Empore 6 und auf der Empore 5 Bankreihen in denen ca. 200 Gottesdienstbesucher Platz finden.

Der Turm unserer Kirche ist 27 m hoch und trägt eine schiefer gedeckte Haube. Er wird von einer so- genannten Laterne gekrönt, in der die alte Stundenglocke aus Stahl hängt. Diese Glocke trägt keinerlei Inschrift oder Verzierung, sie ist 38 cm hoch und hat einen Durchmesser von 50 cm. Durch die ständigen Wetterangriffe ist sie, besonders an der Wetterseite, schon arg verwittert.

Der im Turm befindliche Holzglockenstuhl aus dem Jahr 2006 beherbergt vier Glocken:


Glocken


CHRISTUS

Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt
460 kg, 910 mm, Bronze, 2006
Ton b’
Glockengießerei FA Bachert, Karlsruhe


BONIFATIUS

St. Bonifatius bitte für unser armes deutsches Vaterland
212 kg, 706 mm, Bronze, 1928
Ton d’’
FA Ullrich, Apolda, Thüringen


MARIA

Meine Seele preist die Größe des Herrn
145 kg, 615 mm, Bronze, 2006
Ton f’’
Glockengießerei FA Bachert, Karlsruhe

ELISABETH

Selig die Barmherzigen
100 kg, 545 mm, Bronze, 2006
Ton g’’
Glockengießerei FA Bachert, Karlsruhe

Die Glocken wurden bis 1980 von Hand geläutet, dann übernahm ein elektrisches Läutewerk diese Arbeit, das von der Sakristei gesteuert wird.

In den Kriegswirren der letzten Jahrhunderte hatten die Glocken der Kirchen in unserem Land immer wieder für die Herstellung irgendwelcher Waffen oder Munition herzuhalten. Davon war leider auch unsere Kirche immer wieder betroffen! Belegt ist die Beschlagnahme der Hochheimer Glocken aus dem Jahre 1917. Über die beschlagnahmten Glocken ist leider nichts zu erfahren, auch die Kirchenakten damaliger Zeit geben keine Auskunft darüber! Nach dem 1. Weltkrieg sind zweifellos Neugüsse erfolgt, denn 1942 wurden abermals die Hochheimer Glocken, 3 Stück an der Zahl, beschlagnahmt und verhüttet! Kirchenakten die darüber Auskunft geben könnten sind nicht aufzufinden. 1954 wurde das "Klangstahlgeläut" der FA Schilling, Apolda geliefert und eingebaut.

Glocke

2006 wurden von der FA Bachert, Karlsruhe drei neue Bronzeglocken gegossen, die am 01.10.2006 durch Weihbischof em. Hans-Reinhard-Koch geweiht wurden. Zum ersten Mal erklang das Geläut, das sich nun mit der alten Bonifatiusglocke  verbindet als „Salve-Regina-Motiv“ am 02.12.2006 zu Beginn des neuen Kirchenjahres am Vorabend des 1. Advent.

Hier können Sie das Geläut von „St. Bonifatius“ hören:  Klick hier